Aktionstag Hodenkrebs am 29. März 2017

Von 100.000 Männern erkranken 10: Hodenkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei jungen Männern bis 40 Jahre. Das Vivantes Klinikum Am Urban bietet dazu  am 29. März 2017 einen Aktionstag an. Die Aktion ist Teil der Themenwoche „Hodenkrebs“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Wer besonders aufpassen muss und was „Mann“ selber tun kann, erklärt Vivantes Experte Prof. Dr. Ahmed Magheli, Chefarzt der Klinik für Urologie am Vivantes Klinikum Am Urban.

Hodenkrebs – Warum sollten sich junge Männer ausgerechnet damit befassen?
Haben Sie das gemacht, als Sie 20 waren?

Nein, war mir damals auch nicht klar. Viele Jungen in der Pubertät haben das Thema Hodentumor verständlicherweise noch gar nicht auf dem Schirm. Männer und gerade junge Männer sind bekanntlich auch extrem vorsorgescheu und halten sich für unverwundbar. Dabei stellt Hodenkrebs mit rund 4000 Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung junger Männer dar. Damit ein Tumor erfolgreich behandelt werden kann, ist es wichtig, ihn frühzeitig zu erkennen. Darum versuchen wir schon bei jungen Männer dafür ein Bewusstsein zu schaffen, ähnlich wie bei Frauen für Brustkrebs.

Woran kann ich erkennen, dass ich mal zum Arzt gehen sollte?

Wer bei sich eine einseitige schmerzlose Vergrößerung oder Verhärtung des Hodens feststellt oder einen kleinen, harten schmerzlosen Knoten auf dem Hoden ertastet, der sollte sich umgehend mal von einem Urologen untersuchen lassen. Auch ein  Schweregefühl oder ein Ziehen im Hodenbereich kann ein Warnhinweis sein. Wir empfehlen allen Jungen und Männern zwischen 14 und 45 Jahren, die Hoden regelmäßig einmal im Monat abzutasten, ob Veränderungen zu spüren sind. Das geht am besten unter der warmen Dusche oder nach einem warmen Bad, weil die Haut des Hodensacks dabei entspannt, und die Hoden gut zu fühlen sind.

Gibt es spezielle Risikofaktoren? Wer muss besonders aufpassen?

Wer als Kind einen Hodenhochstand hatte, sollte besonders aufmerksam sein, auch wenn dieser adäquat behandelt wurde. Außerdem sind auch Hodentumorerkrankungen des Bruders oder des Vaters ein besonderer Risikofaktor.

Was passiert, wenn ein Tumor festgestellt wird?

Also erstmal: Keine Panik! Hodenkrebs ist in rund 95% der Fälle heilbar. Was die richtige Therapie ist, muss im Gespräch mit dem behandelnden Arzt geklärt werden. Im Rahmen des „Zweitmeinungsprojekts Hodentumor“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie kann man sich eine weitere Expertenmeinung einholen, weil das die Behandlungsqualität noch verbessern kann. Die Therapie an sich beeinflusst weder die Sexualität noch das Lustempfinden. Aber Hodenkrebs und dessen Therapie gefährden die Fruchtbarkeit. Deshalb sollte man vor der Behandlung Spermien tiefgefroren konservieren lassen.

Weitere Infos zum Thema finden Sie hier.


Foto Urologische Themenwoche: Deutsche Gesellschaft für Urologie

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