Der Boys’Day bei Vivantes

Der jährlich stattfindende Aktionstag „Boys’Day“ soll Jungen Berufe näher bringen, die bisher meist von Frauen ausgeübt werden. In Pflegeberufen, beispielsweise in der Altenpflege liegt der Männeranteil laut statistischem Bundesamt gerade einmal bei 21%, bei Gesundheits- und Altenpflegern bei 24%.

Für Vivantes war das auch in diesem Jahr ein guter Grund einigen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, hinter die Kulissen des Krankenhauskonzerns zu schauen. Am 28. April durften insgesamt 54 Jungen das Klinikum im Friedrichshain und die Hauptstadtpflegehäuser besuchen. Von den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernten die Teilnehmer dann den Stationsalltag kennen.

12 Jungen gingen im Klinikum im Friedrichshain nach einer Einführung zum Pflegeberuf durch Praxisanleiterin Ursel Görs auf die dermatologische Station des Hauses. Dort lernten sie, wie der Blutdruck gemessen, Hautflecken kontrolliert oder MRSA-Schutzkleidung angelegt wird. Außerdem durften sie einen „Alterssimulationsanzug“ testen. Der Anzug simuliert die eingeschränkte Muskel- und Sinnesfähigkeiten im Alter und soll die Einfühlung bzw. den Umgang mit älteren Menschen fördern.

Ursel Görs, Praxisanleiterin im Vivantes Klinikum im Friedrichshain: „Die gängigen Rollenbilder haben zur Folge, dass Jungen oft wenig über Berufe im sozialen oder erzieherischen Bereich wissen und sich bei ihrer Ausbildung deshalb selten dafür entscheiden. Es ist toll beim Boys Day zu erleben, wie die Jungs eine neue Sicht auf die Arbeitswelt bekommen und sich ihr Spektrum bei der Berufswahl so vergrößern lässt.“

Im Forum für Senioren waren 42 Jungen in 12 Häuser untergebracht und konnten sich ein Bild vom Pflegealltag machen. Die Jugendlichen spielten mit den Senioren Spiele, gingen mit ihnen im Garten spazieren oder schoben den Rollstuhl. Auch bei der Ausgabe des Mittagessens wurde fleißig geholfen.

Judith Sefzik, Marketingreferentin in der Vivantes Hauptstadtpflege: „Oft sehen die Jungs ein Pflegeheim zum ersten Mal von innen. In der Vergangenheit haben wir viele positive Rückmeldungen bekommen. Viele sagten nach ihrem Besuch, sie könnten sich die Arbeit als Altenpfleger gut vorstellen, weil sie so vielseitig und Team-orientiert ist. Man hat den ganzen Menschen im Blick – betreut, berät, unterstützt und pflegt.“

Am Ende erhielten die Schüler noch Tipps und Informationen über Zugangsvoraussetzungen zu den Berufen im sozialen Bereich und konnten mit spannenden Eindrücken nach Hause gehen.

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