Organspenden: Selbst eine Entscheidung treffen

Organspenden können Leben retten. Gleichzeitig kommt die Entscheidung meist zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Nämlich dann, wenn eine Organspende überhaupt erst in Frage kommt – nach einem schweren, fatalen Unfall.

Häufig müssen Angehörige dann eine schwere Entscheidung für die Betroffenden treffen: Sowohl für den eigenen Verwandten als auch für die eventuellen Empfänger. Dabei wird diese Entscheidung nur dann durch den Angehörigen gefällt, wenn man nicht schon zu Lebzeiten festgelegt hat, ob und wie man eine Organspende leisten möchte. Am 7. Juni fand der diesjährige Tag der Organspende statt.

Der Tag dient der Information und möchte zu einer Entscheidung für oder gegen eine Organspende aufmuntern, um im Ernstfall den betroffenen Angehörigen nicht vor die entscheidende Frage zu stellen. Wenn dies zu Lebzeiten nicht festgelegt wurde werden die Hinterbliebenen bei einer möglichen Organspende gefragt, wie der Verstorbene sich entschieden hätte. Deswegen ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema so wichtig. Es ist sicher besser diese Entscheidung nach reichlicher Überlegung für sich zu treffen, als seine engsten Verwandten damit im Fall des Falles zu überfordern.

Aufklärungsarbeit leisten auch die Mitglieder des Berliner Vereins Junge Helden und richten sich dabei gezielt an junge Menschen. Sie wollen zu einer Meinungsbildung und freien Entscheidungsfindung beitragen und alle offenen Fragen zur Organspende beantworten.

Die Idee dazu entstand, als sich die Familie und Freunde um Claudia Kotter mit dem Thema zum ersten Mal konfrontiert sahen und bemerkten, dass sie nichts zu dem Thema wussten. Claudia hatte eine Autoimmunkrankheit und musste im Alter von 20 Jahren, als sich ihr Zustand verschlechterte, vier Jahre auf eine Lungentransplantation warten. Diese Zeit nutzen sie und ihre Freunde mit der Gründung des Vereins.

Durch den Aufbau von Wissen soll das Thema Organspende gesellschaftsfähig gemacht werden. Das Motto dabei lautet: Entscheidend ist die Entscheidung!
Wie wichtig das ist, zeigt die Statistik: Alle acht Stunden stirbt in Deutschland ein Mensch, der vermutlich am Leben geblieben wäre, hätte er ein Spenderorgan erhalten.

Auf Partys und Sportveranstaltungen, in Universitäten, Unternehmen und Schulen richtet der Verein Junge Helden Aufklärungsveranstaltungen aus und tritt in den Dialog mit allen Interessierten, die nicht selten auf den Verein zukommen und um genau diese Aufklärung bitten.

Wer sich einen Eindruck davon machen möchte wie ein Schulbesuch des Teams der Jungen Helden aussieht, kann sich das Video zu einem Schulbesuch in Nürnberg anschauen: http://www.junge-helden.org/verein/projekte/schule/

Der Verein der Jungen Helden erfreut sich auch großer Unterstützung von Prominenten, wie z. B. Jürgen Vogel, Max Herre und Fahri Ogün Yardim.

Unter http://www.junge-helden.org/verein/spendenbox/ kann die Arbeit der Jungen Helden finanziell unterstützt werden.

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