Unbeschwert in die Tropen – mit dem richtigen Impfschutz

Die WM ist noch nicht lange vorbei, und dabei noch mit einem so erfolgreichen Ergebnis. Die letzten Schlachtenbummler dürften jetzt schon zurück in der Heimat sein – aber wer bald noch mal nach Brasilien reist, sollte sich vorher informieren. Zum Beispiel zu den olympischen Spielen in 2016 in Rio de Janeiro.

Damit sie den Urlaub richtig genießen können und erholt und gesund zurückkehren, sollten Tropen-Reisende ihren Impfschutz überprüfen. „Besonders ratsam ist eine Impfung gegen Influenza“, erklärt Dr. med. Genia Diner, Leitende Betriebsärztin im Vivantes Institut für betrieblichen Gesundheitsschutz (IfbG). „In Brasilien kommt die Influenza das ganze Jahr vor, nicht nur wie bei uns in der kalten Jahreszeit.“ Auch eine Impfung gegen Gelbfieber kann sinnvoll sein, sofern Reisen in entsprechend gefährdete Gebiete wie beispielsweise Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goiás, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Rondônia, Roraima, und Tocantins geplant sind. Aktuelle Informationen zu Gelbfieberausbrüchen finden sich auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Welche Impfungen genau notwendig sind, hängt davon ab, in welche Gebiete eine Reise geplant ist. Auch welchen Reisestil Urlauber bevorzugen – vom Luxushotel bis zum Rucksacktourismus – spielt dabei eine Rolle. Aus diesem Grund sollten Reisende dies im Vorfeld detailliert mit ihrem Arzt besprechen.

„So kann im individuellen Fall beispielsweise auch eine Impfung gegen Tollwut, Typhus, Cholera sowie Hepatitis A und B sinnvoll sein“, erklärt Dr. Diner. Da viele dieser Impfungen mehrere Dosen im Abstand von mehreren Tagen oder Wochen benötigen, ist eine rechtzeitige Planung, am besten bereits acht Wochen vor Reiseantritt, ratsam. „Insbesondere Impfungen gegen Hepatitis benötigen einige Wochen an Vorlauf. Wie die Zeitabstände im Einzelnen sind, hängt vom Impfstoff ab. Der behandelnde Arzt kann hier im individuellen Fall Auskunft geben.“

Der Hausarzt kann bei dieser Gelegenheit zudem überprüfen, ob alle vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen wie beispielsweise gegen Tetanus und Diphterie vorhanden sind. Auch gegen Pertussis (Keuchhusten) und Poliomyelitis (Kinderlähmung) sollte ein Impfschutz vorhanden sein.

In den großen Städten Brasiliens besteht im Hinblick auf eine Malaria-Ansteckung keine unmittelbare Gefahr. Sind aber auch Trips ins Landesinnere, insbesondere in das Amazonas-Gebiet geplant, sollte mit dem Hausarzt über eine Malaria-Prophylaxe gesprochen werden.

„Für alle Brasilienurlauber ist ein guter Mückenschutz enorm wichtig“, rät Dr. Diner. „Denn dieser schützt vor dem tückischen Dengue-Fieber.“ Das Fieber wird von der tagaktiven Tigermücke übertragen und kann in einzelnen Fällen einen schweren Verlauf nehmen. Zur Grundausstattung für Reisen in tropische und subtropische Gebiete gehört daher Mückenspray und lange, helle Kleidung, die tagsüber und abends getragen wird. In Hotelzimmern und Unterkünften sollten Moskitonetze vorhanden sein.

Werden diese Vorsichtsmaßnahmen beherzigt, steht einem unbeschwerten Sport- und Reisespaß nichts im Wege.

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