Vivantes Gesundheitstipps – Heute: Umgang mit Alkohol

Alkohol – Sucht oder Genuss

Alkohol genießt breite Akzeptanz in unserer Gesellschaft, nicht zuletzt weil er hierzulande legal ist. Dass es sich jedoch trotzdem um eine Droge handelt, wird vergessen. Tanzen, Fußballspiele, Open Air Festivals oder Partys kann man sich ohne Alkohol gar nicht vorstellen. Sie gehören scheinbar einfach zusammen und die Auswahl an Mixgetränken ist riesig. Wer kein Alkohol trinkt, gilt als spießig, denn Alkohol macht lustig und locker und hilft darüber hinaus beim Entspannen.

Doch wo ist die Grenze? Wo birgt der Alkoholkonsum Risiken?

Überraschenderweise liegt die Grenze niedriger, als man denkt. Riskanter Konsum von Alkohol beginnt, wenn man an mehr als 5 Tagen in der Woche mehr als 2 Gläser täglich (als Mann) oder einem Glas täglich (als Frau) konsumiert. Grundlage ist das sogenannte Standardglas. Frauen vertragen weniger als Männer, sie sollten, um keine Folgen zu erleiden also maximal 12 Gramm reinen Alkohol zu sich nehmen, dies entspricht einem kleinen Bier, einem Alkopop-Mixgetränk, die ja oft hochprozentiger sind, einem Glas Schnaps oder einem Glas Wein/Sekt. Bei jedem Rausch sterben Gehirnzellen ab. Alkohol trägt auch zu Aggressivität und Gewalt gegen andere bei. Bekannt ist, dass 16- bis 18- jährige weniger vertragen als Erwachsene. Ältere Menschen sind ebenfalls Risikopersonen, da sie den Alkohol nicht mehr so gut abbauen können. Jugendliche unter 16 Jahren sollten gar keinen Alkohol zu sich nehmen, da sie anfällig für das Zellgift sind und es ihrer Entwicklung schadet.

Ab wann ist man süchtig?

Suchtkranke Menschen entstammen nicht nur dem „Rand der Gesellschaft“, sondern sind integriert in Familie, Freundeskreis und Arbeit. Problematisch ist es, wenn man den Alkohol braucht, um sich wohlzufühlen, wenn man sich jeden Tag schon auf das Bier am Abend freut oder wenn man lieber etwas trinkt, als seine Freunde zu sehen. Wer nur beim Alkoholgenuss Gefühle von Glück verspürt, ist psychisch abhängig. Oft wird Alkohol auch konsumiert um Alltagssituationen oder schwierige Momente auszuhalten. Die 3F- Faustregel kann auch bei der Bestimmung einer Alkoholsucht helfen. Diese lautet Führerschein, Familie und Firma. Sind eines dieser drei Lebensbereiche oder sogar mehrere gefährdet, nämlich die Mobilität, die engsten sozialen Kontakte oder der Job durch den Alkoholkonsum, sollte man Hilfe in Anspruch nehmen. Um jedoch eine gesicherte Diagnose zu erhalten, kann man zu den wertfreien Beratungsstellen gehen, bei denen man einen Test machen kann.

Nicht Enthaltsamkeit, sondern Genuss!

Die Hartmut-Spittler-Klinik, die Alkhol und Medikamenten-Entwöhnungsklinik von Vivantes, bietet Hilfe in allen Lebenslagen und bei allen Graden der Erkrankung. Es handelt sich bei der Entwöhnung um eine Anschlussbehandlung nach erfolgter Entzugsbehandlung mit einem ganzheitlichen Konzept. Abhängigkeitserkrankungen können ähnlich wie ein Diabetes nicht geheilt werden, jedoch zum Stillstand gebracht werden. Im Rahmen der Entwöhnung nehmen die Patienten die Steuerung ihres Lebens. wieder in die Hand. Hierbei helfen die verschiedenen Therapien dabei, die Einstellung zu korrigieren und wieder Verantwortung zu übernehmen für sich und sein Handeln. Seinen Körper wieder wahrzunehmen und nicht weiter zu vernachlässigen, dabei helfen Ergo- und Physiotherapeuten. Die Aufgabe der Therapeuten ist es, zu vermitteln, was abseits des Suchtmittels noch Spaß machen kann. Therapeuten und Sozialarbeiter begleiten die Patienten dabei, ihre verlorenen sozialen Kontakte wieder aufzubauen und neue zu knüpfen. Sie helfen aber auch bei praktischen Problemen, wie dem Wohnungs- und Jobverlust und hohen Schulden. Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns, wie sind für Sie bereit.

Weitere Informationen zum Thema Alkoholsucht und Therapiemöglichkeiten finden Sie auf der Webseite der Hartmut-Spittler-Klinik.

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