11. Berliner Krebskongress dieses Jahr erstmals mit Patientenkongress

Vom 05.06.-06.06.2015 findet der 11. Berliner Krebskongress mit den Themenschwerpunkten Brust- und Hautkrebs statt.
Diesmal wird es zum ersten Mal einen Patientenkongress in der Urania am 04.06.2015 von 14.00 – 17.00 Uhr geben. Ärzte beantworten beim Patientenkongress Ihre Fragen zu Brustkrebs und Hautkrebs.

„Die Diagnose Krebs stellt Betroffene aber auch Angehörige vor eine besondere Herausforderung, unbekannte Ängste und viele Fragen. Internet und Co. helfen nicht immer so viel weiter wie ein direkter Rat von Mensch zu Mensch. Und Chefärzte kann man nicht jeden Tag befragen, fernab von klinischer Hektik“, sagt Prof. Dr. Andree Faridi, Chefarzt des Vivantes Brustzentrum am Vivantes Klinikum Am Urban und Kongresspräsident des 11. Berliner Krebskongresses. Deshalb beginnt der Krebskongress am 04.06.2015 zum ersten Mal mit einem Patiententag.

Brustkrebs ist laut Robert-Koch-Institut mit fast 76.000 Neuerkrankungen 2014 die häufigste Krebsart – das sind rund 4.000 mehr als vier Jahre zuvor. Und schwarzer Hautkrebs wurde 2014 bei fast 20.000 Menschen diagnostiziert.

Dr. Martin Schomaker, Oberarzt der Dermatologie im Vivantes Klinikum Spandau, der mehr als 2.500 Haut-Operationen im Jahr leistet, hat vorab einige Fragen zum Thema Hautkrebs beantwortet.

Red.: Als Oberarzt am Vivantes Klinikum Spandau und Sie operieren immer mehr Hautkrebspatienten…?

Dr. Schomaker: „Ja, jedes Jahr kommen etwa 5 Prozent Hautkrebs-Operationen dazu – es werden also immer mehr. Insgesamt komme ich auf etwa 2.500 Eingriffe im Jahr. Dazu gehören dann neben Hautkrebs-Eingriffen auch Entnahmen von Hautproben, Hauttransplantationen, Venentransplantationen und andere plastisch-chirurgische Eingriffe.“

Red.: Wie machen Sie das: Operieren Sie schneller oder arbeiten Sie länger als andere?

Dr. Schomaker: „Man wird als Operateur schneller, ohne unpräziser zu werden oder unkonzentriert zu sein. Das ist keine Kunst, sondern vor allem Erfahrung und Übung. Viele OPs kann ich mit örtlicher Betäubung alleine durchführen, zum Beispiel auch viele Fälle aus der dermatologischen Ambulanz. Die komplizierteren OPs werden vorher im Team besprochen und genau geplant.“

Red.: Erzählen Sie mal von einem komplizierten Fall…

Dr. Schomaker: „Ich habe heute eine Patientin zum achten Mal in Folge operiert. Sie leidet an einem sklerodermiformen Basaliom, das ist eine Sonderform des weißen Hautkrebs, der unter der Haut wächst und daher nicht oder kaum zu sehen ist. Die Pathologie untersucht dann das, was ich entfernt habe – und wenn der Tumor nicht vollständig entfernt wurde, muss nachoperiert werden. Solche Fälle kommen allerdings nur ein bis zwei Mal im Jahr vor.“

Red.: Was wissen viele Menschen über Hautkrebs nicht?

Dr. Schomaker: „Dass schwarzer Hautkrebs auch erblich ist, ist weitgehend unbekannt. Viele glauben, dass allein Sonne Hautkrebs verursacht. Seit zwei Jahren gibt es nun neue Medikamente für schwarzen Hautkrebs, die die Lebenserwartung erhöhen können. Das gibt Hoffnung – in dem Bereich der medikamentösen Krebstherapie wird sich vermutlich noch viel tun. Die Chirurgie ist aber nach wie vor Maßnahme Nummer 1 bei Hautkrebs, der noch keine Tochtergeschwüre gebildet hat.“


Mehr Infos zum Fachkongress gibt es online: http://www.vivantes.de/krebskongress

Weitere Informationen zum Patientenkongress:

Krebskongress

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