Den letzten Weg in Würde gehen

Seit Oktober 2012 betreibt Vivantes ein eigenes Hospiz auf dem Gelände des Vivantes Wenckebach-Klinikums in Berlin-Tempelhof. Rund 350 Patienten wurden hier in den vergangenen zwei Jahren in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Dabei ist das Hospiz zur Finanzierung seiner täglichen Arbeit auf Spenden angewiesen, denn die Kranken- und Pflegekassen übernehmen nur 90 Prozent der anfallenden Kosten.

Hospize versorgen unheilbar erkrankte Patienten, die nur noch eine begrenzte Lebensdauer haben und bei denen eine ambulante Versorgung nicht mehr möglich ist. Anders als bei der stationären Versorgung im Krankenhaus geschieht dies in einer intimen, häuslichen Atmosphäre. Neben der Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Atemnot oder Ängsten steht die menschliche Zuwendung im Mittelpunkt der Arbeit im Hospiz.

Ausschlaggebend für die Betreuung und die Gestaltung des Tagesablaufs sind hier – soweit es möglich ist – die Bedürfnisse des Patienten.

Kommunal und überkonfessionell

Bisher sind es meist kirchliche und freigemeinnützige Träger, die sich in der Hospizarbeit engagieren. „Vivantes ist das erste kommunale Krankenhausunternehmen, das den Patienten diese Versorgung in der letzten Lebensphase bietet“, erklärt Dr. Gabriele Tiede, Geschäftsführerin des Vivantes Hospiz. „Vivantes will für die Patienten auch dann da sein, wenn die medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.“

Das Vivantes Hospiz ist überkonfessionell. „Wir nehmen Menschen aller Religionen auf. Wenn die Patienten seelsorgerischen Beistand wünschen, können wir Kontakte zu Geistlichen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften vermitteln – sei es christlich, muslimisch oder buddhistisch – die dann die Patienten bei uns in der Einrichtung besuchen“, so Dr. Tiede.

Zehn Prozent aller Kosten müssen über Spenden finanziert werden

Ein breit aufgestelltes Team aus Pflegefachkräften, Sozialarbeiterinnen und vielen Ehrenamtlichen sorgt dafür, dass die Patienten ihre letzte Lebensphase bei bester pflegerischer Versorgung nach ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen gestalten können. Um dies zu tun, ist das Hospiz auf Spenden angewiesen. Denn es ist gesetzlich geregelt, dass die Krankenkassen nur 90 Prozent des Tagessatzes für die Versorgung eines Patienten im Hospiz übernehmen. „Der Gesetzgeber bzw. die Krankenkassen appellieren hier an die gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Die Betreuung sterbender Menschen soll als gesellschaftliche Aufgabe angesehen werden“, erklärt Gabriele Tiede. „Deshalb sind wir zur Fortführung unserer Arbeit dringend auf Engagement auf vielen Ebenen angewiesen: Das betrifft sowohl Geld- aber auch Sachspenden sowie die unentbehrliche Hilfe unserer vielen Ehrenamtlichen.“

Von den Spendengeldern werden nicht nur Fixkosten wie Personal oder Miete sondern auch besondere Angebote finanziert, die den Patienten ihren Aufenthalt im Hospiz so angenehm wie möglich machen. Das können musik- oder kunsttherapeutische Angebote sein oder Gartenmöbel für die großzügige Veranda und die Balkone des Hospizes. Auch Veranstaltungen wie Grillfeste, Lesungen oder Konzerte gehören dazu.

Wenn Sie dabei helfen möchten, diese wichtige Arbeit für schwerstkranke Menschen auf eine zukunftssichere Basis zu stellen, unterstützen Sie das Hospize mit einer Spende. Weitere Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten zu Spenden oder anderen Wegen, sich für das Hospiz zu engagieren, finden Sie auf: www.vivantes-hospiz.de

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