Die Gentlemen bitten zum Rugby – Vivantes macht Sport

Neugierig sei er gewesen. Auf das, was der irische Studienfreund da so mache, drei Mal in der Woche. Und was offensichtlich jede Menge Spaß mit sich brachte, so erklärt Wolf Michaelsen von Vivantes rückblickend seinen ersten Kontakt mit der Sportart Rugby.

Nun ist der 31-Jährige seit fast zwei Jahren selbst mit dabei, spielt beim Berliner Sport-Club in der Zweiten Bundesliga. Mindestens zwei Trainingseinheiten in der Woche – zweieinhalb Stunden lang – dazu Pokal-, Turnier- und Ligaspiele am Wochenende, auch mit längeren Anfahrzeiten. Und das alles neben seinem verantwortungsvollen Job in der Stabsstelle Interne Kommunikation & Marketing bei Vivantes. Dahinter steckt eine Menge Enthusiasmus, oder? „Ja, ganz sicher“, bestätigt Wolf Michaelsen. „Rugby ist ein toller Sport mit ausgeprägtem Teamgeist. Und mit hohen Werten wie Fairness, Respekt und Disziplin. Die strengen und komplexen Regeln werden eingehalten, die Entscheidungen des Schiedsrichters akzeptiert – Protest würde auch umgehend geahndet werden, mit sogenanntem Raumverlust oder einer gelben Karte. Es herrscht im Spiel, und auch danach, eine gute Stimmung, ganz ohne aggressive Untertöne. Ein kühles Bier anschließend, gemeinsam mit dem Gegner, ist selbstverständlich.“ Woher kommt dann aber das Image des „brutalen Sports“? „Vielleicht werden Dynamik und physische Präsenz häufig mit Brutalität verwechselt? Auch mag die Ausstattung der meist kräftigen Rugbyspieler – enganliegende Kleidung, schützende Schulterpolster, Mundschutz und Ohrenklappe – diesen Eindruck vermitteln. Rugby ist ein Sport mit Vollkörperkontakt, aber er ist definitiv nicht gefährlicher als Fußball, prozentual gibt es nicht mehr Verletzungen.“ Wolf Michaelsen besetzt mit seinen 1,93 Metern und 112 Kilo als Zweite-Reihe-Stürmer eine wichtige Position. Verletzungserprobt ist er auch – Bruch des kleinen Fingers, Nasenbruch, Rippenprellung, nichts „wirklich Schlimmes“. Rugbyspieler sind eben hart im Nehmen. Wolf Michaelsen möchte das Image vom rauen Sport geraderücken, verweist auf die „Kultur drumherum“, auf den speziellen „Geist“, die von der Gemeinschaft der Spieler gepflegten Rituale. Ein Beispiel: Selbstverständlich reisen die Spieler mit Hemd, Krawatte und Jackett zu den Spielen an – ganz Gentlemen eben!

Rugby ist wieder olympisch

Rugby ist in seinen diversen Varianten vor allem in Teilen des britischen Commonwealth und in Ländern der Südhemisphäre populär – beispielsweise in England, Irland, Frankreich oder auch Neuseeland, Australien und Südafrika. In deutschsprachigen Ländern versteht man unter dem Begriff Rugby meistens „Rugby Union“, die am weitesten verbreitete Rugby-Art der Welt. Zwei Mannschaften zu je 15 Spielern versuchen in 80 Minuten, das Spielgerät, den Rugbyball, am Gegner vorbeizutragen und Punkte zu erzielen. Von 1900 bis 1924 war Rugby Union olympische Disziplin, 2016 wird es wieder dabei sein, allerdings im Format „7er-Rugby“. Ein Hinweis auf die steigende Popularität des Sports!

Trotzdem: Alle Rugbyvereine in Berlin freuen sich über Nachwuchs – auch der von Wolf Michaelsen (www.berlinersc-rugby.de).
Auf der Website des Berliner Rugby-Verbandes gibt es weitere Informationen zum Spiel, zu Vereinen und Ansprechpartnern: www.rugby-berlin.de

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