Hilfe mit System – Notfallmedizin bei Vivantes

In der Rettungsstelle – bewährtes Farbsystem regelt die Reihenfolge der Behandlung

Über 10.000 Berliner haben im vergangenen Jahr pro Tag in einer der neun Klinik-Rettungsstellen oder in einer der beiden Kinderrettungsstellen von Vivantes medizinische Hilfe gesucht. Insgesamt waren das rund 400.000 Menschen – eine beeindruckende Zahl. Sie kamen entweder mit einem begleitenden Notarzt im Rettungswagen der Berliner Feuerwehr, meist nach Verkehrs- oder Haushaltsunfällen, oder im Krankentransport, viele aber auch aus eigenem Antrieb. Die Berliner Bürger können sich sicher fühlen: Rund um die Uhr, also Tag und Nacht, werden sie in den Vivantes Rettungsstellen bestens medizinisch versorgt. Bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unfall zählt jede Minute, hier muss schnell und effektiv gehandelt werden. Aber auch beispielsweise schmerzhafte Magenkrämpfe, ein peinigender Hexenschuss oder hohes Fieber sind gewichtige Gründe, sich in der Notfallaufnahme helfen zu lassen, am Wochenende oder an Feiertagen, wenn der Haus- oder Facharzt seine Praxis geschlossen hat.

Notfälle sind niemals planbar, jeder verläuft anders und ist für den, der unter Schmerzen leidet, grundsätzlich schwerwiegend. Die diensthabenden Ärzte und Schwestern stellen sich auf jeden einzelnen Patienten mit seinen individuellen Krankheitssymptomen und Schmerzen ein. Dazu gehört auch, die Wartezeit für alle Hilfesuchenden so gering wie möglich zu halten. Es muss also eine Behandlungspriorität festgelegt werden. Grundsätzlich gilt: Je stärker die Beschwerden, umso schneller muss der Patient versorgt werden. Die Reihenfolge, nach der die einzelnen den Ärzten vorgestellt werden, wird nach einem international bewährten Prinzip festgelegt: dem sogenannten Manchester-Triage-System. So funktioniert das System: Jeder Patient, der in die Rettungsstelle kommt, wird sofort – Minuten, nach seinem Eintreffen in der Notaufnahme – von einer erfahrenen Krankenschwester untersucht. Lebenswichtige Funktionen wie der Blutdruck werden überprüft, die Schwester befragt ausführlich zu Beschwerden und zu dem, was vorgefallen ist. Sie klärt: Gibt es offensichtliche oder verdeckte Wunden? Wie stark sind die Schmerzen? Wie ist die Gesamtverfassung? Nach Abschluss und Bewertung dieser Basisuntersuchung erhält der Patient gemäß der Manchester-Triage-Farbskala eine Farbe zugeteilt, die die Dringlichkeit festlegt: Rot für einen absoluten Notfall (Arztkontakt innerhalb einer Minute), Orange für dringlich (Arztvorstellung spätestens innerhalb von zehn Minuten). Weiter geht es mit den Abstufungen Gelb (bis zu 30 Minuten), Grün (bis zu 90 Minuten) und Blau (bis zu 120 Minuten).

Chefarzt Peter Albers ist Sprecher aller Vivantes Rettungsstellen in Berlin und einer der erfahrensten Rettungsärzte in Deutschland. Er weiß, wie schwer es den Hilfesuchenden oft fällt, geduldig zu bleiben und auf den behandelnden Arzt eine längere Zeit zu warten: „Blaue Patienten müssen vielleicht auch mal eine Stunde auf den Arztkontakt warten – je nachdem, wie hoch der Andrang der dringenden Fälle ist. Wir achten aber auf jeden Fall sorgfältig darauf, dass der Patient in einer stabilen Situation ist und auch bleibt.“

Jeder, der Hilfe sucht, kommt an die Reihe. Und wenn man die Hintergründe versteht und sich erklären kann, warum der gerade Eingelieferte bevorzugt behandelt wird, während man selbst bereits seit einer Stunde auf einen Arzt wartet, dann wächst sicher auch das Verständnis.

Für die Berliner ist es wichtig zu wissen: Das Notaufnahme-System an den Vivantes Klinik-Standorten ist das modernste in ganz Europa. Es garantiert jedem in Berlin zu jeder Zeit die optimale medizinische Behandlung.

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