Aktionstag „Saubere Hände“ – „Eine Frage der Patientensicherheit“

Warum insbesondere Händehygiene im Krankenhaus wichtig ist und warum sich Vivantes ein eigenes Institut für Hygiene leistet, erklärt der Direktor des Vivantes Instituts für Hygiene und Umwelt¬medizin, PD Dr. Dr. Christian Brandt.

Warum haben Sie denn eine bunte Hand?

PD Dr. Dr. Christian Brandt, Direktor des Vivantes Instituts für Hygiene und Umweltmedizin

PD Dr. Dr. Christian Brandt, Direktor des Vivantes Instituts für Hygiene und Umweltmedizin

Die Hände sind nicht nur wichtigstes Arbeitsmittel des medizinischen Personals, sondern häufig leider auch ein Überträger von Krankheitserregern. Darauf machen die Farben aufmerksam – übrigens ist eine farbige Hand auch das Symbol der „Aktion Saubere Hände“, an der Vivantes teilnimmt, um gezielt die Händedesinfektion zu fördern.

Wie schaffen Sie es, dass es bei Vivantes hygienisch zugeht?

Das ist eine Aufgabe für alle Beschäftigten bei Vivantes – mein Team und ich schulen und motivieren, beispielsweise mit Hilfe unserer 238 hygienebeauftragten Pflegekräfte und 115 hygienebeauftragten Ärztinnen und Ärzte. Für das Hygieneteam haben wir 2017 sieben Hygienefachkräfte neu eingestellt. Unsere Hygienepläne nach dem Infektionsschutzgesetz entwickeln wir immer weiter.

Was heißt denn das konkret, dass die Hygienepläne weiterentwickelt werden?

Das betrifft die infektionspräventiven Maßnahmen, die sich an nationalen und internationalen Standards orientieren. Diese werden fortlaufend von uns weiterentwickelt, in Hygieneplänen genau beschrieben und in den Kliniken implementiert. Zum Beispiel sind wir gerade dabei, die Richtlinien für die Isolierung von Patienten auf die wichtigsten Maßnahmen zu fokussieren, das heißt beispielsweise wir fordern den Mund-Nasen-Schutz nur noch dann, wenn er wirklich erforderlich ist.

Was ist die größte Herausforderung im Krankenhausalltag?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedensten Berufsgruppen so von den Hygienema߬nahmen zu überzeugen, dass sie diese auch dann umsetzen, wenn gerade kein Mitglied des Hygieneteams daneben steht – das ist vielleicht unsere größte Herausforderung.

Vivantes hat ein eigenes Institut für die Hygiene …

Ja, das stimmt, und das haben längst nicht alle Krankenhäuser. Ich leite dieses Institut. Die Aufgabe meiner 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Vivantes Institut für Hygiene und Umweltmedizin ist die Verhütung, Erkennung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen in allen Kliniken. Denn für die Patientensicherheit ist die Einhaltung der Hygienevorschriften das A und O. Nicht zuletzt schützt dies auch die Besucherinnen und Besucher. Und unsere Beschäftigten natürlich auch.

Welchen persönlichen Hygienetipp haben Sie?

Da kommen wir wieder auf die Handhygiene zurück. Keime wie Bakterien, Viren oder Pilze finden sich ja überall – aber nur einige können uns krank machen. Fassen Sie sich in der Öffentlichkeit wie auch im Krankenhaus möglichst nicht ins Gesicht, denn Erreger kommen oft als Schmierinfektion über die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen in unseren Körper.

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