Brustkrebsmonat Oktober: Diagnose Brustkrebs – das Leben ist nicht zu Ende

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, die gefährlichste ist sie nicht. Rechtzeitig erkannt sind die meisten Brustkrebserkrankungen heilbar, sie lassen sich mit gezielten Methoden erfolgreich behandeln. Das Vivantes Brustzentrum in Kreuzberg ist eines der größten Brustzentren in Deutschland.

Über 70.000-mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte bei einer Frau in Deutschland aktuell die Diagnose „Mammakarzinom“. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Für viele Betroffene ist das zunächst einmal ein Schock. Oft stellen sich mit Angst besetzte Fragen: Wie geht es jetzt weiter? Werde ich die Erkrankung überleben? Kann meine Brust erhalten werden? Verliere ich meine Haare? Das ganze Leben scheint infrage gestellt, Angst macht sich breit, die Gefühle fahren Achterbahn. Wichtig sind dann eine kompetente Anlaufstelle und Ansprechpersonen, die zuhören, auffangen und die nötigen ersten Schritte für eine wirksame Behandlung einleiten.

Ein Zentrum – zwei Chefärztinnen – ein Team

Das Vivantes Brustzentrum zählt zu den größten zertifizierten Brustzentren in Deutschland und folgt dem Leitbild einer menschlichen, kompetenten und ganzheitlichen Betreuung. Die beiden Chefärztinnen Dr. Claudia Gerber- Schäfer und Dr. Marion Paul leiten ein spezialisiertes Team aus Fachärztinnen, Pflegepersonal, Onko- und Psychoonkologinnen, Strahlen-, Psycho- und Physiotherapeutinnen, Pathologinnen und Radiologinnen, einer Kunsttherapeutin und einer Study Nurse, die klinische Studien mitbetreut. Sie alle bieten den erkrankten Frauen eine hochwertige Versorgung auf Basis ihrer individuellen Patientengeschichte und der aktuellen Leitlinien.

Das Vivantes Brustzentrum zählt zu den größten zertifizierten Brustzentren in Deutschland und folgt dem Leitbild einer menschlichen, kompetenten und ganzheitlichen Betreuung. Die beiden Chefärztinnen Dr. Claudia Gerber- Schäfer und Dr. Marion Paul leiten ein spezialisiertes Team aus Fachärztinnen, Pflegepersonal, Onko- und Psychoonkologinnen, Strahlen-, Psycho- und Physiotherapeutinnen, Pathologinnen und Radiologinnen, einer Kunsttherapeutin und einer Study Nurse, die klinische Studien mitbetreut. Sie alle bieten den erkrankten Frauen eine hochwertige Versorgung auf Basis ihrer individuellen Patientengeschichte und der aktuellen Leitlinien.

Viel Wert wird auf eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Selbsthilfegruppen und anderen Kooperationspartnern gelegt. Die Patientin und ihr Wohlergehen stehen bei allen Maßnahmen immer im Mittelpunkt. Über ihre Erkrankung und alle Therapieschritte wird sie umfassend informiert und aufgeklärt, eine Voraussetzung, um selbst aktiv am Gesundungsprozess mitzuwirken.

Therapie: Neu ist Antikörper-Behandlung

Die Therapie von Brustkrebs stützt sich auf drei Säulen: Die Operation, die Bestrahlung und die Behandlung mit Medikamenten, beispielsweise Chemotherapie, Hormontherapie und neuerdings auch die Therapie mit Antikörpern. Die Operation ist die zentrale Säule der Therapie und meist der erste Therapieschritt nach der Diagnose. Beim Erhalt der Brust, wie es heute überwiegend möglich ist, folgt in der Regel die Strahlentherapie. Sie wird häufig ergänzt durch eine medikamentöse Therapie, entweder kurzzeitig als Chemotherapie oder, eventuell auch zusätzlich, als Langzeittherapie mit Antihormonen.

Ziel: brusterhaltende Operation

In die Standardabfolge der Therapiemaßnahmen ist allerdings Bewegung gekommen. Immer häufiger startet die Behandlung mit der Chemotherapie. Zum Beispiel, um einen großen Tumor so weit zu verkleinern, dass er noch brusterhaltend operiert werden kann. In einigen Fällen wird auch mit der Strahlentherapie begonnen.

Wiederherstellung der Brust

Ist aus medizinischen Gründen eine Entfernung der Brust nicht zu vermeiden, bietet das Vivantes Brustzentrum einen sofortigen oder späteren Wiederaufbau an. Auch im Bereich der plastisch-ästhetischen Brustchirurgie – Brustverkleinerung und -vergrößerung, -straffung, Korrekturen von Fehlbildungen, Brustwarzenkorrektur und -rekonstruktion – ist das Zentrum kompetenterAnsprechpartner.

Tumorkonferenz: Gemeinsame Empfehlungen

Mindestens einmal wöchentlich trifft sich im Vivantes Brustzentrum die interdisziplinäre Tumorkonferenz, eine Expertenrunde, die jeden einzelnen Fall ausführlich diskutiert und gemeinsam die Therapieempfehlung beschließt.

Naturheilverfahren: Ergänzend angewendet

„Patientinnen, die an Krebs erkrankt sind, haben ein besonders großes Bedürfnis, zusätzliche Hilfe in Naturheilverfahren zu suchen. Das nehmen wir ernst“, sagt Dr. Marion Paul, die als Chefärztin gemeinsam mit Dr. Claudia Gerber-Schäfer das Vivantes Brustzentrum leitet.

Ein wesentlicher Grund dafür: Die Naturheilkunde bietet die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, sich nicht nur passiv einer Therapie unterziehen zu müssen. „Krebspatientinnen möchten nichts unversucht lassen“, fasst es die Chefärztin zusammen.

Von Autogenem Training bis Ölziehen

Im Vivantes Brustzentrum werden naturheilkundliche Therapien unterstützend und ergänzend angewendet. Sie helfen, die Lebensqualität zu verbessern, mindern die Nebenwirkungen und können zur Prävention vor und nach der Krebserkrankung beitragen. Die Maßnahmen reichen von Lavendelwickeln und ayurvedischem Ölziehen über autogenes Training, Meditation und Muskelentspannung bis hin zur Misteltherapie, bedarfsgerechten Ernährung und sportlichen Betätigung. Auch eine spezielle Silikonkappe, die die Kopfhaut während der Chemotherapie gleichmäßig kühlt, zählt dazu. Die Kühlkappe kann den Haarverlust deutlich mindern (siehe unten).

Chefärztin Dr. Paul:Rund 90 Prozent der Brustkrebspatientinnen wenden solche ergänzenden Maßnahmen an. Wichtig ist eine sinnvolle Abstimmung der Verfahren, um eine gute und heilsame Wirkung sowohl der schulmedizinischen Medikamente als auch der naturheilkundlichen Anwendungen zu erreichen.

Psychologische Begleitung: Alle Empfindungen erlaubt

Während des gesamten Behandlungsverlaufs stehen den Patientinnen im Vivantes Brustzentrum die beiden Psychoonkologinnen Betina Koch und Lea Zander zur Seite. Sie gehen auf die erkrankten Frauen zu und versuchen gemeinsam mit ihnen zu erkunden, welche Art von Unterstützung für sie sinnvoll sein könnte. Das ist individuell verschieden, denn jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, mit Belastungen umzugehen. „Alle Empfindungen sind erlaubt: Angst, Wut, Sorgen, Zweifel, tiefe Traurigkeit. Im Denken, Fühlen und Handeln gibt es kein Falsch oder Richtig“, sagt Betina Koch. Lea Zander: „Wir versuchen, bei den Patientinnen die Kraft der inneren Bilder zu stärken, sie in ihren eigenen Fähigkeiten zu unterstützen und zu ermutigen sowie ihre Ressourcen zu aktivieren.

Neben Einzel-, Paar- und Familiengesprächen kann auch der Besuch einer offenen Gesprächsgruppe hilfreich sein. Der Austausch der betroffenen Frauen untereinander gibt Kraft, einige Gruppen etablieren sich und bleiben auch nach der Behandlung bestehen.

E-Mail-Kontakt: brustzentrum.kau@vivantes.de„>brustzentrum.kau@vivantes.de


Brustkrebs – die Fakten

Brustkrebs ist mit etwa 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in allen Staaten der industrialisierten Welt. Seit den 1980er-Jahren ist die Zahl der Fälle auf das Doppelte gestiegen. Trotz erhöhter Rate der Neuerkrankungen sinkt die Zahl der Sterbefälle seit einigen Jahren. Das Mammakarzinom lässt sich heute erfolgreicher behandeln – mit gezielteren, oft weniger belastenden Methoden. Auch die Früherkennung wurde verbessert, und die interdisziplinäre Betreuung in den zertifizierten Zentren ist gestiegen. Fünf Jahre nach der Diagnose sind in Deutschland etwa 81,6 Prozent der Patientinnen noch am Leben. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Ab dem 40., besonders ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko, ab dem 70. Lebensjahr nimmt es ab. Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind bis heute kaum bekannt, Risikofaktoren kann man indes benennen: unter anderem Übergewicht, Alkoholgenuss, die jahrelange Einnahme von Geschlechtshormonen, Kinderlosigkeit und genetische Veränderungen.


Kühlkappe – wirksam gegen Haarausfall

Wie kann Kälte gegen Haarausfall bei einer Chemotherapie helfen? Für viele Brustkrebspatientinnen ist der drohende Haarverlust eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Die Krankheit wird damit nach außen sichtbar, eine Tatsache, die zur ohnehin schon schwer zu verkraftenden Diagnose hinzukommt. Verursacher des Haarausfalls sind die hochwirksamen Krebsmedikamente Zytostatika. Sie zerstören nicht nur die Tumorzellen, sondern auch gesunde Zellen, hauptsächlich die schnell wachsenden wie die der empfindlichen Haarwurzeln. In der Folge fallen die Haare aus, wachsen kaum oder gar nicht mehr nach. Eine spezielle Silikonkappe, die die Kopfhaut während der Chemo gleichmäßig kühlt, kann den Haarverlust deutlich mindern. Durch die Kappe zirkuliert ein flüssiges Kühlmittel. Die Kühlung der Kopfhaut soll bewirken, dass sich die Gefäße verengen und damit die Haarwurzeln schlechter durchblutet werden. So gelangen geringere Mengen der Zytostatika ins Blut und über den Blutkreislauf an die Haarwurzeln, weniger Zellen werden zerstört, weniger Haare fallen aus. Studien und auch Patientinnen und Patienten beurteilen das Prinzip als wirkungsvoll. Doreen G. ist Patientin im Vivantes Brustzentrum. Die 47-Jährige beschreibt ihre Erfahrungen mit der Kühlkappe: „Ich schätze, dass ich mehr als die Hälfte meiner Haare erhalten konnte. Mit meiner neuen Bobfrisur fällt der Haarverlust auf den ersten Blick gar nicht auf. So kann ich mir auch nach außen hin so viel Normalität wie möglich bewahren – das ist mir sehr wichtig.“

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