„Auf ins echte Leben“: Azubis der Vivantes Hauptstadtpflege im Interview

Jedes Jahr bildet die Vivantes Hauptstadtpflege viele junge Menschen aus. Zwei von ihnen berichten von ihren Erfahrungen in der Pflegeausbildung: Luu Nguyen und Hien Mai Thi Le. Sie absolvieren aktuell ihr zweites Ausbildungsjahr im Haus Seebrücke.

Die Bewerbungen laufen, im April 2021 startet das neue Ausbildungsjahr. Was sollte der neue Nachwuchs unbedingt mitbringen für diesen Beruf?

Hien Mai Thi Le: Das Bewusstsein, dass die Altenpflege ein gesamtheitliches Sich-Kümmern ist und nicht allein die rein medizinische Versorgung meint.

Luu Nguyen: Die Azubis sollten unbedingt Interesse für die Menschen und ihre individuellen Lebensgeschichten mitbringen.

„Ich liebe die Arbeit mit Menschen. Unser Beruf ist für die ganze Gesellschaft wichtig.“

Warum haben Sie persönlich diesen Beruf gewählt?

Luu Nguyen: In Vietnam habe ich bereits eine Ausbildung als Krankenpfleger absolviert und nutze jetzt die Chance, mich in Berlin weiter zu bilden. Mir gefällt, dass in der Altenpflegearbeit das Sich-Kümmern an erster Stelle steht. Wir lernen unsere Bewohnerinnen und Bewohner sehr gut kennen und bauen eine Beziehung zu ihnen auf.

Hien Mai Thi Le: Ich liebe die Arbeit mit Menschen. Unser Beruf ist für die ganze Gesellschaft wichtig. Menschen zu pflegen bedeutet für mich, ihnen Lebensqualität zu bieten. Dazu gehört es, sich jeweils auf den Menschen individuell einzulassen, ihm zuzuhören und seine Bedürfnisse zu erkennen.

Foto einer Auszubildenden

Hien Mai Thi Le hat in Vietnam bereits eine Ausbildung abgeschlossen. Die 25-Jährige ist Krankenschwester. Sie findet besonders die kulturellen Unterschiede der Bewohnerinnen und Bewohner spannend und musste sich anfangs selbst erst an das deutsche Essen gewöhnen. Foto: privat

Was macht für Sie die Arbeit in Ihrer Ausbildungsstätte aus?

Hien Mai Thi Le: Besonders gut gefällt mir die Hilfsbereitschaft im Team. Unsere Kolleginnen und Kollegen helfen uns nicht nur bei fachspezifischen Themen, sondern auch dabei, kulturelle Hürden zu überwinden. Sie bringen uns beispielsweise die Gebräuche und kulturellen Besonderheiten der Bewohnerinnen und Bewohner näher. 

Luu Nguyen: Soziales Miteinander und gegenseitiges Unterstützen spielen eine große Rolle, im Team fühle ich mich sehr gut betreut und aufgehoben.

Foto eines Auszubildenden

Luu Nguyen, 25 Jahre alt, kommt aus Vietnam und hat dort bereits eine Ausbildung als Krankenpfleger absolviert. Er liebt die Pflegearbeit und das spannende Leben in Berlin, vermisst aber auch seine Familie in Vietnam. Foto: privat

Wegen der Pandemie müssen Sie derzeit ganz besonders auf die Hygienemaßnahmen achten. Bringen die Einschränkungen weitere Herausforderungen für die Auszubildenden mit sich?

Luu Nguyen: Wir lernen normalerweise im Wechsel sechs Wochen in der Ausbildungsstätte und dann ein paar Wochen in der Schule. In den vergangenen Monaten haben wir für die Schule zunächst von zu Hause ausgearbeitet – das bedeutet viel Selbstorganisation und Selbstdisziplin. Mittlerweile findet der Unterricht aber auch wieder in der Schule statt – in Gruppen aufgeteilt auf unterschiedliche Tage, damit die Klassen etwas entzerrt werden. 

Haben Sie bereits Pläne, wie es nach der Ausbildung weitergeht?

Hien Mai Thi Le: Ich möchte nach der Ausbildung gerne weiterhin als Altenpflegerin in Deutschland arbeiten. Und in den Urlauben möchte ich möglichst oft meine Familie in Vietnam besuchen.

Luu Nguyen: Das sind auch meine Pläne. Ich freue mich, wenn wir unsere Ausbildung gut abschließen und ins echte Leben starten können.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!


Pflegeausbildung: Seit 2020 generalistisch

Dieses Jahr ging bundesweit eine neue Pflegeausbildung an den Start, die Kinderkrankenpflege, Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege zusammenfasst. Die Schülerinnen und Schüler lernen zwei Jahre lang gemeinsam die gleichen Inhalte. Erst im dritten Jahr gibt es die Möglichkeit, einen Bereich zu vertiefen. Auszubildende, die gerne in Altenpflegeeinrichtungen arbeiten wollen und hier ihren Schwerpunkt sehen, können dann einen gesonderten Abschluss in der Altenpflege erwerben. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die generalistische Ausbildung fortzusetzen und nach drei Jahren mit der Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ abzuschließen.

Neben einer attraktiven Vergütung (bereits € 1.140,69 brutto im ersten Ausbildungsjahr) und 30 Tagen Urlaub bietet die Vivantes Hauptstadtpflege ihren Auszubildenden viele Zusatzleistungen. So gibt es kostenlos ein VBB-Abo für die Berliner Busse, Bahnen und Fähren, Vergünstigungen für Sportangebote des Urban Sports Club sowie eine betriebliche Altersvorsorge.


Berwerbungen und Infos

Mehr zur Pflegeausbildung in der Vivantes Hauptstadtpflege und Kontakt

Zum Magazin der Vivantes Hauptstadtpflege – Ausgabe 24

Direkt zum Bewerbungsformular

Fotos: privat, großes Bild: Vivantes/Markus Nass

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