Ludo – ein Hund für viele Fälle

Im Mitarbeiterportrait stellt Vivantes Ihnen heute Ludo vor, einen sechs Jahre alten, schwarzen Retriever-Sennenhund-Mischling, den seine Halterin Carolin Prengemann, Physiotherapeutin aus der Vivantes Therapeutische Dienste GmbH aus dem Tierheim mitgebracht hat und der nun in unterschiedlichen Fachbereichen von der Geriatrie, über die Onkologie bis hin zur Unfallchirurgie als Therapiehund eingesetzt wird.

Ludo – ich darf doch Ludo sagen? Sie arbeiten in einem breiten Spektrum von Fachdisziplinen, braucht man dazu nicht eine sehr fundierte Ausbildung?

Ludo und Carolin Prengemann

Das stimmt. Meine Besitzerin Carolin Prengemann erkannte früh mein Potential und hielt mich für besonders aufmerksam, außerdem brauchte ich dringend eine Beschäftigung. Um als Therapiehund arbeiten zu können, musste ich eine Reihe von Tests absolvieren. Nach einer Gesundheitsprüfung beim Tierarzt und intensiven Hygieneabsprachen in der Klinik (ich darf natürlich nicht zu Akutpatienten ins Bett springen), kam ein Ausbilder der Hundeschule, um meine Eignung auf der Station festzustellen: ich muss mit dem Stress hier zurechtkommen, immer freundlich und neugierig sein. Danach besuchten wir insgesamt 10 Monate lang die Hundeschule, bevor ich bei einem unabhängigen Prüfer erfolgreich die Abschlussprüfung ablegte. Seit dem 17. Januar 2018 bin ich vom Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV) offiziell als Therapiehund zertifiziert.

Herzlichen Glückwunsch! Wie sind Ihre Arbeitszeiten?

Ich bin einmal wöchentlich im Vivantes Klinikum im Friedrichshain in verschiedenen Stationen im Einsatz und an einem anderen Tag am Standort Prenzlauer Berg. Für jeden Patienten stehe ich jeweils bis zu einer halben Stunde zur Verfügung. Frau Prengemann hat im Blick, wann es zu stressig für mich wird und nimmt mich im Zweifel aus der Therapiestunde heraus.

Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?  

Ich verstehe mich als Motivationstrainer. Oft gelingt es mir, Patienten von ihren Schmerzen abzulenken, ihre Konzentration zu fördern und ihre Motorik zu verbessern. Ich helfe unter anderem beim Rollstuhltraining. Patienten sollen Verantwortung für mich übernehmen und erhalten Aufgaben, wie zum Beispiel die Sortierung von Leckerlis in verschiedene Röhrchen, die in Schüsseln führen. Wenn alles richtig eingesteckt wird, bekomme ich zur Belohnung einen Hundekuchen. So haben alle etwas davon und wir erreichen spielerisch das Ziel.

Sind sie ehrenamtlich tätig?

Die Therapiestunden laufen im Rahmen der regulären Arbeitszeit meiner Halterin Frau Prengemann, aber ich profitiere natürlich auch selbst von meiner Beschäftigung, es macht mir viel Spaß. Wir bieten die tiergestützte Therapie als weitere Maßnahme beispielsweise innerhalb der geriatrischen Komplexbehandlung an. Daher übernahmen die geschäftsführende Direktorin des Vivantes Klinikums Friedrichshain Dr. Andrea Bronner, und Philipp Herold, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin gern die Kosten für meine Ausbildung.

Können Sie zu den Patienten ein enges Verhältnis aufbauen?

Im Vivantes Klinikum im Friedrichshain treffen wir die Patienten in der Regel nur einmal, da sie nicht lange bleiben. Nur in Ausnahmefällen liegen die Menschen länger auf den Stationen, dann besuchen wir sie auch zwei Mal. Am Standort Prenzlauer Berg kommt es vor, dass wir auch häufiger vor Ort sind. Dort habe ich zudem die Möglichkeit mit weiteren Berufsgruppen wie Ergotherapeuten zusammenzuarbeiten.

Beim 7. Brandenburger Tag der Physiotherapie am 17. März 2018 hält Carolin Prengemann einen Vortrag mit dem Titel „DOGtor Ludo – Visite auf vier Pfoten“, in dem sie ihre Arbeit vorstellt. Dort kann man Ludo persönlich kennenlernen.

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