Viel Zuwendung für ältere Patientinnen und Patienten

„Die Arbeit mit älteren Menschen ist immer ein Stück weit Zuwendungsmedizin“, erklärt Dr. Ann-Kathrin Meyer, Chefärztin im Vivantes Ida-Wolff-Krankenhaus in Neukölln. Unter dem Motto „Medizin ist menschlich“ behandelt sie gemeinsam mit ihrem Team Patientinnen und Patienten in der Klinik für Geriatrie. 

„Zeit, Geduld und Zuwendung“, für Dr. Ann-Kathrin Meyer sind das wichtige Voraussetzungen, um die zum Teil hochbetagten Patientinnen und Patienten im Ida-Wolff-Krankenhaus angemessen und erfolgreich zu behandeln. Die Klinik für Geriatrie stellt 120 Betten sowie 28 Plätze in einer eigenen Tagesklinik bereit. Die Nachfrage ist groß und die Auslastung entsprechend hoch – sie liegt bei knapp unter 100 Prozent. Die Behandlung in Neukölln erfolgt qualifiziert, symptomorientiert und individuell. Zur Verbesserung der Gesundheitssituation ihrer Patientinnen und Patienten haben die Spezialisten ein Gesamtkonzept entwickelt. Dazu gehören beispielsweise auch das große Bewegungsbad, medizinische Trainingsgeräte für Kraft- und Aufbautraining und der Therapiehund Mr. Ike.

Geriatrische Komplexbehandlung

Jede Patientin und jeder Patient wird im Ida-Wolff-Krankenhaus sowohl ärztlich als auch pflegerisch und therapeutisch aufgenommen. Alle Behandelnden arbeiten hier in einem Team, auch die Therapeutinnen und Therapeuten sind fest integriert. Diese Arbeitsweise hat viele Vorteile, und sie unterstützt die individuelle und effektive Behandlung. Fast alle Patientinnen und Patienten erhalten eine sogenannte geriatrische Komplexbehandlung, sie dauert rund zweieinhalb bis drei Wochen und umfasst eine breit gefächerte Therapie. „Bei der Aufnahme in unsere Klinik sehen wir, wo die individuellen Probleme liegen, an denen wir arbeiten können. Vor allem aber erfassen wir auch die Stärken der Patientinnen und Patienten“, erklärt Dr. Ann-Kathrin Meyer. Im nächsten Schritt wird ein persönlicher Therapieplan erstellt – dabei bringt jedes Teammitglied sein spezielles Know-how ein. Zur Gruppe der Behandelnden gehören Ärztinnen und Ärzte, die in Innerer Medizin und Geriatrie ausgebildet sind und sich zusätzliche Spezialisierungen erworben haben. Dr. Ann-Kathrin Meyer selbst ist beispielsweise Diabetologin, die leitende Oberärztin im Ida-Wolff-Krankenhaus Gastroenterologin. Weitere Kolleginnen und Kollegen behandeln schwerpunktmäßig Herz- und Lungenerkrankungen, Neuropsychologinnen und -psychologen konzentrieren sich auf die Diagnostik von Demenz.

Lebenssituationen selbst meistern

Die Pflegekräfte sind Wundexpertinnen und
-experten oder haben sich in aktivierender Pflege weitergebildet. Das unterstützt die Patientinnen und Patienten besonders darin,  möglichst viele Situationen in ihrem Leben weiterhin alleine zu meistern. Die Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie die medizinischen Bademeisterinnen und
-meister sind ebenfalls geschult im Umgang mit den spezifischen Herausforderungen in der Geriatrie.

Symptomorientierte Behandlung

Im Vivantes Ida-Wolff-Krankenhaus wird symptomorientiert behandelt. Was das bedeutet, erklärt die Chefärztin: „Unsere Patientinnen und Patienten haben oft mehrere Diagnosen. Wenn man alle entsprechenden Krankheiten behandelt, bedeutet das oft eine enorme Zahl an Medikamenten, die wiederum Nebenwirkungen haben können.“
Ein Beispiel: Hat eine Patientin Gangstörungen, kann das von Rheuma verursacht sein, durch ein künstliches Hüftgelenk oder einen Schlaganfall. Doch für sie selbst bedeutet es vor allem: Wenn ich nicht gut laufen kann, kann ich vielleicht nicht alleine zur Toilette gehen. Konkret hilft ihr daher, wenn sie mit ihrem Physiotherapie-Team an der Gangstörung arbeiten kann. Das wichtigste Ziel der meisten Patientinnen und Patienten ist die Rückkehr in ihr eigenes Zuhause. „Und das können wir vielen ermöglichen“, sagt Dr. Ann-Kathrin Meyer.

Kooperation mit Vivantes Klinikum Am Urban

Der Neuköllner Maximalversorger in unmittelbarer Nachbarschaft und das kleine Geriatrie-Haus ergänzen sich optimal. Patientinnen und Patienten können von den Stationen dort überwiesen werden, zum Teil kommen sie auch direkt aus der Rettungsstelle ins Vivantes Ida-Wolff-Krankenhaus. Zudem ist man aktuell dabei, in Kooperation mit dem Klinikum Am Urban ein alterstraumatologisches Zentrum aufzubauen. Das soll zukünftig sicherstellen, dass ältere Patientinnen und Patienten nach Operationen möglichst zügig von Geriatern behandelt werden.
Für Dr. Ann-Kathrin Meyer ist es das schönste Kompliment, „wenn sich Patientinnen und Patienten am Ende ihres Aufenthaltes bei uns bedanken für viele tolle Erfolge. Und wenn sie sagen, dass sie sich bei uns geborgen gefühlt haben. Unser Anspruch ist, dass möglichst viele, die von und bei uns behandelt wurden, das sagen können.“

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